Linienstraße 142 | Berlin-Mitte

Neubau und Sanierung eines denkmalgeschützten Wohnbauensembles

 

 

Loggien statt Balkonien

Die denkmalgeschützte Bestandshofbebauung wurde um ein Vorderhaus mit Gewerbe- und Wohnnutzungen ergänzt. Der neue Bau an der Straßenseite setzt die besondere Atmosphäre der Linienstraße fort. Er fügt sich in die Reihe der Altbauten ein, ohne diese zu kopieren. Die Lochfassade wird visuell fortgeführt und genutzt, um die intensive urbane Bewegung durch gespiegelte und versetzt angeordnete Fenster und Dreiecksloggien zu reflektieren und zu verstärken. Die Sockelzone wurde bewusst massiv geplant, sodass die aufgehenden Geschosse ein visuelles Fundament erhalten. Die zweigeschossigen Dachfenster ragen minimal hervor und fügen sich somit als neu-alte Elemente in die Altbauten ein.

Der denkmalgeschützte Hofbau wurde bewusst zurückhaltend gestaltet, um den Denkmalschutz klar herauszustellen. Der Hüllenschutz umfasst lediglich die Außenfassaden. Die Wohnräume konnten frei gestaltet werden. Die Grundrisstypologien reichen von Einzimmerwohnungen bis zu mehrgeschossigen Wohnungen mit Garten. In der Innenstadtlage eine Seltenheit.